Wie finanziert sich ambulante Pflege?


Der Gesetzgeber sieht hierfür in erster Linie zwei Kostenträger vor: die Krankenkasse und die Pflegekasse.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten der Leistungen, die Ihnen der Arzt verordnet. Am häufigsten sind das folgende Leistungen:

  • Medikamente richten
  • An- und Ablegen von Kompressionsstrümpfen
  • Insulin spritzen
  • Blasenkatheter legen
  • Verbände wechseln

Die Pflegekasse übernimmt die rein pflegerischen Leistungen:

  • Waschen
  • Anziehen
  • Rasieren / Haare Kämmen
  • Mobilisieren
  • Frühstück / Mittagessen / Abendessen richten

Um diese Leistungen zu finanzieren, können Sie als Patient bei Bedarf einen Pflegegrad beantragen. Hierbei bekommen Sie je nach Pflegegrad einen bestimmten Satz, den Sie hier nachlesen können.

Die Leistungen der Pflegeversicherung sind wie eine Art Teilkaskoversicherung gedacht. Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Patienten noch etwas zuzahlen müssen, um ihre Pflege zu finanzieren. Sollte dies wirtschaftlich nicht umsetzbar sein, können Sie Hilfe zum Lebensunterhalt beim zuständigen Sozialamt beantragen.

Für Leistungen wie Einkaufen, Zeitung vorlesen, ein Fotoalbum anschauen, aber auch für einen Fahrdienst, hat es der Gesetzgeber mittlerweile ermöglicht, dass auch Menschen, die noch keine Pflegestufe haben, Leistungen nach SGB XI, § 45 b beziehen können.

Dazu muss nur ein Antrag gestellt werden. Anschließend erfolgt eine Begutachtung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen. Dieser stellt dann fest, ob Sie Anspruch auf ein Betreuungsgeld in Höhe von 145 € monatlich haben. Wird bei Ihnen ein Pflegegrad geprüft, erfolgt die Prüfung für solche Leistungen gleich mit in der Begutachtung.

Hilfsmittel


Rechtzeitig vor Ihrer Entlassung werden wir uns mit der Rehaklinik in Verbindung setzen, damit alle notwendigen Hilfsmittel rezeptiert werden.
Wir kümmern uns darum, dass alles Notwendige rechtzeitig vor Ort ist:

  • Pflegebett
  • Absauggerät
  • Infusionsständer
  • Beatmungsmaschine
  • Rollstuhl
  • Patientenlifter
  • Toilettensitzerhöhung
  • Rollator
  • Badewannenlift

Unsere Mitarbeiter werden separat in jedem Hilfsmittel geschult und eingewiesen.

Sollte im Laufe der Zeit ein anderer Bedarf entstehen, werden wir uns auch darum kümmern. Dasselbe gilt auch für alle Inkontinenzmaterialien. Hierbei haben meistens die Kassen einen Vertrag mit einem bestimmten Lieferanten.