Wie finanziert sich häusliche Intensivversorgung?


Im Wesentlichen wird die häusliche Intensivversorgung von zwei Kostenträgern finanziert: der Krankenkasse und der Pflegekasse.

Um eine Kostenübernahme zu beantragen, bekommen Sie vor Ihrer Entlassung eine „Verordnung häuslicher Pflege“. Der Arzt trägt darauf ein, dass Sie häusliche Intensivversorgung benötigen und die Krankenasse übernimmt dafür zu einem großen Teil die Kosten.

Diese Pflegemaßnahmen sind nicht veränderbar, das heißt, wir dürfen nicht ohne ärztliche Verordnung Medikamente geben oder Verbände anlegen. Außer es ist Ihr ausdrücklicher Wunsch.

Diese unterschriebene ärztliche Verordnung reichen wir vor Ihrer Entlassung zusammen mit unserem Kostenvoranschlag bei Ihrer Krankenkasse ein.

Der zweite große Kostenträger ist die Pflegekasse. Im Laufe der Zeit, in der Sie in der Rehaklinik sind, bekommen Sie eine Pflegestufe bzw. ab dem 1.1.2017 einen Pflegegrad. Hierzu kommt ein(e) Mitarbeiter/in des MdK zu Ihnen in die Klinik und bestimmt anhand des Prüfkatalogs Ihren Pflegebedarf. Der Erstantrag zur Pflegestufe wird vom Sozialdienst im Krankenhaus gestellt. Den Katalog können Sie hier einsehen.

Aus dem genehmigten Stundensatz der Krankenkasse und der Pflegestufe setzt sich ein Gesamtbetrag zusammen.

Sie bekommen vor Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. der Rehaklinik vom Arzt Rezepte über Hilfsmittel ausgestellt. Zusätzlich erstellen wir bei der Begehung Ihrer Wohnung eine Liste über Hilfsmittel, die wir vor Ort für notwendig erachten. Die Krankenkasse übernimmt bei begründetem Bedarf die Kosten für die Anschaffung bzw. eine Zuzahlung für die verordneten Hilfsmittel.

Hilfsmittel


Rechtzeitig vor Ihrer Entlassung werden wir uns mit der Rehaklinik in Verbindung setzen, damit alle notwendigen Hilfsmittel rezeptiert werden.
Wir kümmern uns darum, dass alles Notwendige rechtzeitig vor Ort ist:

  • Pflegebett
  • Absauggerät
  • Infusionsständer
  • Beatmungsmaschine
  • Rollstuhl
  • Patientenlifter
  • Toilettensitzerhöhung
  • Rollator
  • Badewannenlift

Unsere Mitarbeiter werden separat in jedem Hilfsmittel geschult und eingewiesen.

Sollte im Laufe der Zeit ein anderer Bedarf entstehen, werden wir uns auch darum kümmern. Dasselbe gilt auch für alle Inkontinenzmaterialien. Hierbei haben meistens die Kassen einen Vertrag mit einem bestimmten Lieferanten.